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Von 0 auf LIMBAS in 10 Minuten

LIMBAS tritt als Open-Source-Lösung an, um eine Lücke zu schließen. Nur wenige Projekte boten bislang die Möglichkeit, im Stil von Microsoft Access datenbankgestützte Businessanwendungen zu schreiben. Das unter der GPL stehende Projekt LIMBAS bietet nicht nur eine einfache Möglichkeit solche Programme zu entwickeln, sondern auch deren plattformunabhängige Ausführung im Webbrowser.


Für die Ausführung von LIMBAS ist neben einer ODBC Datenbank nur der mitgelieferte Apache-Webserver mit PHP-Unterstützung notwendig. Aktuell werden die Datenbanken PostgresSQL, MAXDB, MSSQL und Ingres unterstützt. Für die Nutzung der MAXDB empfiehlt es sich, den Apache Webserver und PHP mit dem notwendigen ODBC Treiber selbst zu kompilieren und nicht den bei der Linux-Distribution mitgelieferten Apache-Server, da für PHP das MaxDB-ODBC-Modul in den seltensten Fällen mitgeliefert wird. Eine ausführliche Anleitung dazu ist hier zu finden: MAXDB Installation. Für alle anderen Datenbanken liegen alle benötigten Pakete für die gängigen Distributionen als Pakete vor und können so nach ein paar Installationsbefehlen sofort benutzt werden. Eine Entscheidungshilfe, welche Datenbank für die eigenen Bedürfnisse die Richtige ist, kann in dem Artikel Datenbankauswahl nachgelesen werden. Eine weitere Besonderheit liegt in der Nutzung der ODBC Schnittstelle für die Datenbankverbindung, wozu zusätzlich das UnixODBC Paket installiert werden muss. Das liegt einerseits an der Historie von LIMBAS, welches anfänglich für die ADABAS Datenbank entwickelt wurde und so nur über den ODBC Treiber an PHP angebunden werden konnte, andererseits wird die ODBC Verbindung als Standard für die Anbindungen weiterer Datenbanken genutzt.


Installation

Da LIMBAS unterschiedliche Datenbanken unterstützt, müssen die Datenbanken teilweise angepasst und so ein Standardverhalten erzwungen werden, welches manchmal von der Default-Installation der Distributionen abweicht. Siehe Quickinstall. Ansonsten kann die Installation der Datenbank über die vorhandenen Paketmanager wie yast oder yum erfolgen.
Nach der Installation benötigen wir als erstes eine leere Datenbank. Diese wird nicht von der Installationsroutine von LIMBAS erstellt, sondern muss manuell angelegt werden. Wichtig ist dabei, dass die Installationshinweise genau befolgt werden.
Unter anderem muss vor der Installation entschieden werden, ob die Datenbank mit oder ohne UTF8 Unterstützung erstellt werden soll. LIMBAS wird standardmäßig ohne UTF8 installiert. Die PostgreSQL Datenbank beispielsweise wird aber standardmäßig mit UTF8 erstellt. Eine UTF8 Installation sollte nur dann gewählt werden, wenn sie auch gebraucht wird. Also z.B. kyrillische und westliche Zeichensätze gemischt.
Ebenso muss auf die Lokalisierung der jeweiligen Datenbank geachtet werden. Die Lokalisierung definiert unter anderem das Datumsformat der Datenbank. LIMBAS erwartet das Format (YYYY-MM-DD hh:mm:ss). Falls die Datenbank aber schon auf eine deutsche Installation angepasst wurde kann es sein, dass das deutsche Datumsformat (DD-MM-YYYY) voreingestellt ist. Um LIMBAS letztendlich seine Systemtabellen in die neue Datenbank installieren zu lassen wird über den Webbrowser das Installationsskript über die URL ''http://localhost/openlimbas/admin/install'' aufgerufen. Die Angabe des localhost muss eventuell durch die IP-Adresse oder den Netzwerknamen des Servers ersetzt werden.

Es muss hier den entsprechenden Formularen gefolgt werden. Sind die Angaben zur Datenbank getätigt, prüft LIMBAS die Installation und stellt eine Übersicht bereit, welche Komponenten eventuell noch fehlen und noch benötigt werden, oder ob die erforderlichen Ordnerrechte korrekt gesetzt wurden. Hinweise dazu findet man hier: Problemlösungen.

Im Formular müssen mindestens die folgenden Informationen eingegeben werden, um eine Verbindung zur Datenbank herzustellen:

  • Bei Server die IP-Adresse, da es ansonsten zu Verbindungsschwierigkeiten kommen kann.
  • Bei Database wird der Name der soeben angelegten Datenbank (im Beispiel "limbas") angegeben.
  • Unter User/Passwort ist der angelegten Datenbankbenutzer mit seinem entsprechenden Passwort einzutragen. Dieser User muss entsprechende Rechte haben, Tabellen anlegen und löschen zu dürfen.

Erste Schritte in OpenLimbas

Um das Administrator-Passwort neu zu setzen, wird in der oberen Menüleiste admin und im Kontextmenü auf User/Gruppen geklickt. Der Menübaum wird neu aufgebaut. Hier erfolgt nun ein Klick auf Administrieren. Sie sehen nun den User admin in einem Gruppenbaum unter der Gruppe admin. Mit einem Mausklick auf den Namen werden die persönlichen Einstellungen für den Administrator angezeigt und hier wird auch das Passwort neu eingegeben.

Unter Arbeitsplatz befinden sich nun alle vorhandenen Tabellengruppen. Dabei dient die Tabellengruppe als Strukturierungshilfe. Ist die Installation frisch und wurde noch keine Tabelle angelegt, ist dieser natürlich leer. Unter einer Tabelle kann man das Menü weiter aufklappen. Es erscheinen nun vorhandene Schnappschüsse zu dieser Tabelle oder auch Formulare oder Berichte die Listen-Charakter haben.

Unter dem Punkt "admin" ist der Administrationsbereich. Hinter Profil verbirgt sich die Veränderung der persönlichen Einstellungen eines Benutzers.

Der Klick auf Info zeigt die LIMBAS-Parameter (Datenbank usw.) an. Unter "Hilfe" wird auf diese Wiki verwiesen. Der Button Reset ist wichtig, wenn man eine gerade neu angelegte Tabelle testen möchten. Diese steht erst nach einem Session-Reset zur Verfügung. Auf der rechten Seite befindet sich ein Kontextmenü, dass sich je nach ausgewählter Aktion verändert. Hier befinden sich neben einem Kalendermodul auch ein Dateimanager oder die persönlichen Wiedervorlagen. Ist eines dieser Module aufgeklappt werden die Inhalte regelmäßig neu abgefragt. Diese Leiste kann man mit einem rechten Mausklick entfernen und wieder sichtbar machen. Analog wird das linke Menü verkleinert. Dies spart Platz auf dem Bildschirm.
Nur der Vollständigkeit halber sei außerdem erwähnt, dass bei den meisten Installationen die Menüstruktur auf den jeweiligen Geschäftsprozess angepasst, und nicht nur rein über den Arbeitsplatz gearbeitet wird.


Wie geht es weiter ?

LIMBAS ist, wie schon vermutet, keine "out of the box" Applikation, welche eine bestimmte Lösung darstellt. Die Lösungen werden erst mit dem Erstellen des Datenbanklayouts, also der Tabellen und ihrer Verknüpfungen und letztendlich mit eigenen Formularen und Berichten sichtbar. Allerdings bietet es mit seiner integrierten User und Gruppenverwaltung sowie eines modularen DMS, Kalender oder Mail Systems eine gut bestückte Plattform um sehr schnell die unterschiedlichsten Lösungen zu erstellen.
Einen Einstieg bietet hier die vorhandene Demoinstallation von LIMBAS, welche schon viele Komponenten wie Tabellen und Formulare sowie Berichte und Ihr Zusammenspiel zur Verfügung stellt. Diese Demo kann ist als Beispiel zu sehen und kann als Vorlage eigener Lösungen genutzt werden.